Dienstag, 18. September 2007

Buchempfehlung




Margit Maximilian
ist die Afrika-Expertin des ORF und Gründungsmitglied von "Reporter ohne Grenzen". In  ihren gerade erschienenen Reportagen aus 12 Ländern beschreibt sie aktuelle Prozesse und bezieht die Vergangenheit fundiert ein. Entstanden ist ein Resümeé, eine Zwischenbilanz, eine Diskussionsgrundlage für eine Afrika interessierte Öffentlichkeit?


Daueraustellung Kunst aus Brazzaville POTO-POTO
in der
Fahrschule Schaffen Wir
Sonnenallee 58
Montag - Freitag
14:30 - 19:00
www.schaffenwir.de


Kontakt: mbongibantu@yahoo.de




Info zur Maliveranstaltung:
Kommen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit und die Gegenwart eines großen afrikanischen Landes - MALI -, das vom großen Fluss Niger – Joliba – durchzogen wird. Sie werden mitgenommen von den Künstlern Djelifily Sako und Karin Liersch. Sako ist ein Meister der Kora – afrikanische Harfe, Liersch eine Meisterin des Worts in der Erzählung. Beide Künste, die Musik und auch der Vortrag gehören zu Malis Kultur, die über die Jahrhunderte mit dem Wort und der Melodie die Erinnerung an die Geschichte lebendig hält. Diese Leistung vollbringen die Griots – ähnlich dem hier bekannten Barden -, die heute auch Frauen sein können. Malis Geschichte erzählt von den Familien Keita, Sissoko, Traore, Ba und vielen anderen. Mali ist ein Vielvölkerstaat und der Stolz der Einwohner beruht auch auf die weitgehend friedlich beilegten Konflikte unter den verschiedenen Ethinien. Die Jugend möchte das Land verändern, damit sie bleiben und ein menschenwürdiges Leben leben kann. Mali gehört zu den freiesten Ländern Afrikas und eine Reise öffnet unsere Augen für ein sehr aufregendes und gastfreundliches Land. Malis Küche ist vielfältig wie die Vegetation und der Baobab ein Baum, der komplett in Küche und den täglichen Dingen des Lebens eingesetzt wird. Die Karitebutter hier bekannt als Sheabutter kennen wir aus der Kosmetik, der Blues kommt aus Mali, die erste Wirtschaftskrise wurde durch Malis Gold von einem reisenden König ausgelöst und viel mehr erfahren Sie am 27. August in den Räumen des Kulturrings bei „Mali – einst Königreich und heute stolze Demokratie“.


Infotext zum Projekt M´Bongi Bantu:

Bilder - Skulpturen - Mode - Bücher - CDs aus Kongo Brazzaville


Es werden Öl- und Sand/Kohle-Gemälde der Kunstakademie Poto-Poto und Kébé-Kébé - Skulpturen aus Holz, bemalte Köpfe - ausgestellt. Um einen kleinen Einblick in dieses Land in Zentralafrika zu bekommen bieten die Veranstalter einzelne Programmbausteine an.

LESUNG + PERKUSSION + TANZ mit ka + ka
Kinder von den Sternen von Emmanuel Dongala


ka + ka
Künstlerinfo
ka-rin Liersch hat ihre künstlerischen Wurzeln im Theater und Kabarett-Bereich. Sie arbeitet für die Zeitschrift Lo´Nam und reist nach Afrika, um direkte Kontakte mit Künstlern zu knüpfen.
ka-ela Nkanza kommt aus Kongo Brazzaville und hat dort mit verschiedenen Ensembles gearbeitet, bis er mit der Gruppe Tambours sans Frontiers nach Westafrika ging. Von dort aus zog es ihn nach Europa, wo er seine Arbeit fortsetzt. Er hat mehrfach beim Karneval der Kulturen mitgewirkt und gibt Tanz- und Perkussionsunterricht.
Emmanuel Dongala
gehört zu den zeitgenössischen Autoren Kongo-Brazzavilles, der mit seinem Buch Kinder von den Sternen eine humorvoll-intelligente Geschichte des Werdens und Vergehens der letzten 70 Jahre Kongo-Brazzavilles erstellt hat.
M´Bote Senu Bala - Guten Tag an alle Kinder!
Dieses Programm besteht aus unterschiedlichen Bausteinen, die individuell zusammengestellt einen Event für jedes Alter möglich machen. Die Kinder trommeln, tanzen, singen abwechselnd und raten gemeinsam, was auf Lari oder Lingala Schmetterling heißt. Es besteht die Möglichkeit in Form eines Theaterstückes zwei Programmteile mit Pause zu präsentieren oder auch eine Stunde gemeinsam Rhythmus und Ton zu erleben.


Info über Kongo - Brazzaville:
Die Organisatoren von M´Bongi Bantu freuen sich ein hier noch weitgehend unbekanntes afrikanisches Land in den Focus der Kunstinteressierten rücken zu können – Die Republik Kongo.
Brazzaville ist die Hauptstadt , am Fluss Kongo gelegen und vergleichsweise ruhig und beschaulich. Brazzaville wird auch liebevoll ´Die Grüne´ genannt, da dort so ziemlich alles gedeiht. In üppiger Vegetation und Flussnähe ließen sich hier verschiedene Völker der Bantu nieder und nannten ihre Stadt M´Fua. Die französischen Kolonisatoren kümmerte das nicht. Sie benannten sie nach einem der ihrigen, Brazzaville. Nach der Unabhängigkeit gehörte Brazzaville zu den sozialistischen Bruderstaaten der DDR. Dresden ist die Partnerstadt und pflegt bis heute den Kontakt. In den neunziger Jahren gab es verschiedene Bestrebungen nach politischer Veränderung, die in einem schweren Bürgerkrieg gipfelten. Wie in den meisten afrikanischen Ländern schwelt der Dauerkonflikt unter den verschiedenen Ethnien, wobei hier, grob umrissen, der Norden den Süden kasteit. Den eher konfliktscheuen Kongolesen brachte der Krieg außer Tod, Hunger und Rückschritt keine Veränderung. Die Menschen sind im Wesentlichen damit beschäftigt ihr verbliebenes Hab und Gut zu sortieren und den Alltag zu organisieren. Wasser gibt es in Hülle und Fülle, es ist jedoch ohne Aufbereitung als Trinkwasser ungeeignet. Wer in der Stadt lebt und gesund bleiben will, muss Wasser kaufen. Die Infrastruktur wird heute von chinesischen Firmen, dort wo sie für ihre Projekte vonnöten ist, lose hergestellt. Sie sind im wesentlichen an der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen interessiert und davon gibt es mehr als genug. Den Kongolesen bringt diese Invasion hier und da ein Stück Straße, billige Elektroartikel, ein Krankenhaus, dass sie nach dem Abzug der Chinesen geschenkt bekommen. Also sind sie nach wie vor extrem gefordert zu improvisieren, was eine Menge Zeit und Spitzfindigkeit erfordert. Erst allmählich formieren sich wieder Künstlerkreise, frei nach der Erfahrung erst kommt das Fressen und dann kommt die Moral. Trotz allem sind diese Künstler von einer großen Liebe zu ihren Talenten beseelt. Dies betrifft die Vertreter aller Kunstgattungen – bildende, darstellende und auch cineastische Kunst. Mit dem Projekt M´Bongi Bantu soll nun erstmals ein kleiner Einblick in den künstlerischen Mikrokosmos Brazzavilles gewährt werden. Den Anfang bilden die Exponate der Kunstakademie Poto-Poto, gelegen im Zentrum Brazzavilles. Hier arbeiten die angehenden Künstler unter einem großen Giebeldach und im Freien in luftiger Atmosphäre, treffen sich im Garten zum Plaudern und Ideenaustausch. Die Schüler malen und zeichnen zunächst nach Vorlagen und lernen den Umgang mit Pinsel und Farbe. Wenn man mit ihnen spricht, manche sind längst keine Schüler mehr und unter Kunstkennern bekannt, neigen sie eher zum Understatement, was ihre Arbeit betrifft. Die Jüngeren halten in ihren Bildern die aktuellen Bedingungen fest. Es gibt mehr als nur die traditionellen Darstellungen von Dorf und Landschaft auf der Leinwand darzustellen. Es geht um Einsamkeit, Geld, Frauen, Männer, Prostitution und vieles mehr.
Desweiteren werden Kébé-Kébé ausgestellt. Diese sind Köpfe aus Holz, die von verschiedenen Ethnien für heilige Tänze eingesetzt werden, welche ausschließlich von Männern, die sich einem Initiationsritus unterzogen haben, getanzt werden. Die Skulpturen kommen bei großen Festen wie Hochzeiten, Totenfeiern und Heilzeremonien zum Einsatz. Tanz und Köpfe sollen Glück bringen, den Toten bei der Suche nach den Ahnen helfen und die Schwerkranken gesund machen.
Info auch unter: www.benkadi.org
Besuchen Sie einfach öfter diese Seite, um auf dem Laufenden zu bleiben
Stationen von M´Bongi Bantu:


2011
Buchpräsentation - Schrecklich schönes Afrika - Afrikahaus, Lit.werkstatt in der Kulturbrauerei, Berlin

Sommerfest und CD-Release Party - Vorträge, BENKADI e.V., Werkstatt der Kulturen, Berlin

2010

Sommertheater Musik Tanz, BENKADI e.V. Hoftheater in der Naunynritze
Carolinensiel-Harlesiel - Kultur am Meer - Die Kunstschule Poto-Poto
Das große Goldreich MALI - Kulturring, Hohenschönhausen, August
Die lange Nacht der Bilder - Kulturring
, Hohenschönhausen, Juni
Frankophone Katholische Kirche, Charlottenburg, Juni


2009
Vinothek - Lesung, Skulpturen und Bilderausstellung, Walldorf, November
Kommunale Galerie Mörfelden Walldorf, Lesung, Ausstellung Poto-Poto, Mai/Juni
Aktion Afrika! Rathaus Schöneberg, Foyer, Poto-Poto, AA, benkadi e.V., Berlin, Mai

2008
Markt der Kontinente, Berlin, November

Romain Rolland Gymnasium, Workshop, Dresden, November
Kultschule, Berlin, Oktober

Niewisch, August
Romain Rolland Gymnasium, Dresden, Juli
Hoher Salon, Hohenschönhausen, Mai
ArtKunstRaum, Helle Mitte, Januar, Februar
Helle Mitte - Einkaufszentrum, Januar


2007
Afrika Medienzentrum, Lonam, Dezember

Kleine Badewiese in Gatow, November
NaunynRitze in Kreuzberg, September
Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg zum Karneval der Kulturen, Mai

Kultur + Business
M´Bongi Bantu
Karin Liersch
www.karinliersch.blogspot.com
Kaela Nkanza
www.kaelankanza.blogspot.com
TEL/FAX:030 – 6219479
e-mail: ka_lie2004@yahoo.de, kaelanba@yahoo.fr